
Am 11. Juli 2026 veranstaltete der Oberösterreichische Basketballverband in der Kepler Hall Linz eine hochkarätig besetzte Coach Clinic. Rund 100 Trainer:innen aller Lizenzstufen nahmen entweder vor Ort oder online teil und nutzten die Gelegenheit, sich mit aktuellen Themen der Trainings- und Spielerentwicklung auseinanderzusetzen.
Den Auftakt machte Stefan Weißenböck, einer der renommiertesten Individual- und Spielerentwicklungstrainer Europas. Der ehemalige österreichische Nationalspieler, heute Head of Player Development bei Brose Bamberg, vermittelte in seinem Vortrag zum Thema Comprehensive Player Development einen ganzheitlichen Ansatz der Spielerentwicklung. Dabei zeigte er auf, wie technische, athletische, mentale und spielerische Aspekte miteinander verknüpft werden können, um eine nachhaltige Entwicklung von Basketballspieler:innen zu ermöglichen. Seine langjährige Arbeit mit internationalen Topspielern wie Jakob Pöltl, Tomáš Satoranský oder Andreas Obst verlieh den praxisnahen Inhalten zusätzliche Tiefe.
Anschließend gewährte Kevin Kositz spannende Einblicke in seine tägliche Arbeit im Bereich Individualentwicklung. Im Mittelpunkt seines Vortrags stand der gezielte Einsatz von Video-Feedback. Anhand konkreter Beispiele – unter anderem aus der Zusammenarbeit mit Europas Spitzenschützen Andreas Obst – zeigte er, wie Videoanalysen Technik, Entscheidungsfindung und Konstanz nachhaltig verbessern können und warum dieses Werkzeug heute aus einer modernen Spielerentwicklung nicht mehr wegzudenken ist.
Mit Charlie Torres stand anschließend ein international erfahrener Nachwuchs- und Skill-Development-Coach auf dem Programm. Der Coach der Veritas Academy, der bereits mit NBA-Spielern wie Aaron Gordon und Derrick Williams sowie Stars wie Luka Dončić oder Klay Thompson gearbeitet hat, referierte über Drills und Techniken zur Vorbereitung auf das 2-Man-Game. Dabei vermittelte er praxisnahe Grundlagen, Spielformen und Prinzipien, die jungen Spieler:innen den Übergang zu späteren Pick-and-Roll-Situationen erleichtern und langfristig eine erfolgreiche Spielentwicklung unterstützen.
Den Abschluss bildete Sarah Sagerer, eine der erfolgreichsten österreichischen Basketballspielerinnen der Gegenwart. Die Oberösterreicherin berichtete über ihre Erfahrungen aus mittlerweile 15 Jahren im internationalen Basketball und widmete sich darüber hinaus dem Mini-Basketball. Dabei gab sie den Teilnehmer:innen wertvolle Einblicke in die altersgerechte Ausbildung junger Spieler:innen und zeigte auf, welche Bedeutung eine fundierte Basisarbeit für die langfristige Entwicklung im Basketball hat.
Die Coach Clinic bot den Teilnehmer:innen zahlreiche neue Impulse, praxisnahe Trainingsideen und spannende Einblicke in unterschiedliche Bereiche der modernen Basketballentwicklung. Der Oberösterreichische Basketballverband bedankt sich bei allen Referent:innen für ihre hervorragenden Vorträge sowie bei allen Trainer:innen für das große Interesse und den aktiven Austausch. Die starke Beteiligung unterstreicht einmal mehr den hohen Stellenwert der Trainer:innenaus- und -fortbildung im oberösterreichischen Basketball.









